Arabica oder Robusta

Welche Bohne gewinnt den Kampf der Giganten?

(3 Minuten Lesedauer) Die Eine schlägt eine Gerade mit schokoladigen Aromen, die andere retourniert mit einer fruchtigen Duftnote. Für die Fans steigt die Arabica mit leichtem Vorteil gegenüber der Robusta in den Ring. Die Vorurteile sind jedoch schnell aus dem Weg geräumt.

Tatsächlich. Es gibt vieles, was den Arabica Kaffee vom Robusta Kaffee unterscheidet. Qualitätsunterschiede gehören aber definitiv nicht dazu. Durch die höheren Produktionskosten der Arabica-Kaffeepflanze, vermittelt der günstigere Verkaufspreis des Robusta-Kaffees eine verminderte Qualität. Dies ist jedoch ein weitverbreiterter Irrtum.

Aber eins nach dem anderen. Robusta (eigentlich Canephora) und Arabica sind nicht die einzigen Kaffeearten aber machen 99 % des kommerziellen Anbaus aus. Von anderen Arten wie zum Beispiel: Liberica oder Excelsa, hört man selten bis nie. Dazu beigetragen hat hauptsächlich die Verbreitung des Kaffees im 17. Jahrhundert von Äthiopien nach Europa. In Äthiopien wuchsen damals nämlich ausschliesslich die Arabica-Sorten Typica und Bourbon. Deshalb werden heute weltweit praktisch keine anderen Sorten aus der Arabica-Familie angebaut.

Bei der Robusta-Bohne ist die Geschichte etwa dieselbe. Sie wurde jedoch deutlich später aus dem westlichen Afrika eingeführt. Wie der umgangssprachliche Name «Robusta» verrät, ist die Canephora eine sehr resistente Art der Kaffeepflanze. Sie steckt höhere Temperaturen als die Arabica locker weg und besteht somit auch dem Anbau im Flachland. Allerdings braucht sie mehr Wasser, da die Wurzeln nicht so tief schlagen wie die der Arabica. Das Ringen um die Widerstandsfähigkeit verläuft also sehr ausgeglichen.

Beim Geschmack brilliert Arabica-Kaffee durch seine Vielfalt. Das Aroma reicht von beerig über blumig bis hin zu nussig-karamellig und schokoladig. Der Kaffee ist weniger bitter und verfügt über eine feine Säure. Dafür strotzt die Robusta-Bohne nur so von Kraft! Mit bis zu 4.5 % Koffeingehalt hat sie mehr als doppelt so viel Power zu bieten als ihre Kontrahentin. Bei gutem Röstverfahren verliert sie etwas an Säure, die verschiedenen Öle kommen wunderbar zur Geltung und das Aroma ist deutlich vollmundiger, kräftiger und würziger. Die Öle sind übrigens auch für eine kompakte Crema verantwortlich, was zum perfekten Espresso führt. In Italien schwören die Baristi auf die Canephora-Bohne und sie ist eigentlich in jeder guten Espressomischung zu finden.

Und? Welcher Kaffee ist nun der Bessere? Wir würden sagen: "Unentschieden!". Es entscheidet, auch hier, der individuelle Geschmack. Wer gerne richtig starken Kaffee mag, mit mächtig Power und einer herrlich dicken Crema, der wird zur Robusta-Bohne greifen. Wer es lieber etwas verspielter mag, in vielen verschiedenen Variationen geniesst und eher weniger Koffein wünscht, der bevorzugt die Arabica-Bohne.

Aber ganz egal welche Bohne Sie bevorzugen - wir haben feinen Kaffee für jeden Geschmack.

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